BR 56 338, DB
Notes
Die BR 56 338 war eine typische Vertreterin der Baureihe 56.2–8 der Deutschen Bundesbahn. Ursprünglich wurde die Lok bereits im Jahr 1917 von Henschel in Kassel gebaut und war zunächst als preußische Güterzuglokomotive der Baureihe G 8.1 im Einsatz. Erst im Dezember 1935 erhielt sie im Ausbesserungswerk Darmstadt-Kranichstein ihren Umbau zur Baureihe 56 und die neue Betriebsnummer 56 338. Durch den Umbau bekam die Lok eine zusätzliche Vorlaufachse. Dadurch lief sie ruhiger und durfte statt 55 km/h nun bis zu 70 km/h fahren. So konnte sie nicht nur schwere Güterzüge ziehen, sondern wurde auch vor Personenzügen und auf Nebenstrecken eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die 56 338 zunächst beim Bahnbetriebswerk Hanau beheimatet. Ab 1954 wurde sie vom Bw Darmstadt-Kranichstein aus eingesetzt, wo sie bis zu ihrer Ausmusterung am 23. Dezember 1965 ihren Dienst versah. Damit gehörte die BR 56 338 zu jener Generation zuverlässiger Dampflokomotiven, die über viele Jahrzehnte das Rückgrat des Güterverkehrs auf deutschen Schienen bildeten und bis in die 1960er-Jahre hinein unverzichtbar waren.